Die Lukaskirche
Mit dem Kirchenbau ist Architekt Berthold Himmelmann ein eindrucksvolles Werk gelungen. Ungeachtet seiner Eigenständigkeit fügt sich das Bauwerk wohltuend in das Straßenbild ein. Trotz aller Schwierigkeiten des Geländezuschnitts (nur 17,50 m breit), kann die historische Ordnung der geosteten Kirche erreicht werden.
Das Bauwerk ist nach innen und außen wohlgeordnet: Altar, Taufstein und Kanzel haben als Hauptstück ihren eigenen ausgeprägten Ort mit kreis- bzw. halbkreisförmigen Grundriss. Sie sind zudem auf- bzw. abgestuft. Ihr Sandsteinbelag harmoniert gut mit dem finnischen Granit der sonstigen Bodenplatten. Licht- und Linienführung des Kirchenraums sind harmonisch abgestimmt, Farbgebung und verwendete Materialien vermitteln den Gesamteindruck eines hellen, freundlichen und einladenden Raumes.
Das Rundfenster der Apsis, das Heilig-Geist-Fenster, zierte bereits die ehemalige Kapelle und ist eine Schöpfung der in Wetzlar geborenen Glasmalerin Hilde Ferber aus dem Jahre 1954. Die restlichen Fenster sind Neuschöpfungen des heimischen Glasmalers E. Jakobus Klonk. Die Fenster sind Bleiverglasungen mit Schwarzlotmalerei.
Gleich zwei leuchtenden Fackeln zeigen die Glasbilder der beiden Fenster rechts und links des Altars mit der Botschaft der Engel in der Weihnachtsgeschichte nach Lukas. In den beiden Fenstern der Taufe werden in kräftigen Farben Gebetsverse des Propheten Jona in Glasbildern übertragen. Die drei Westfenster sind ebenfalls dem Gebet gewidmet: das suchende Gebet, das vertrauende Gebet, der Dialog mit Gott, wie er in der Ankündigung der Geburt Jesu nach dem Lukas-Evangelium seine biblische Entsprechung hat.
Das achteckige Taufbecken mit der kreisrunden Vertiefung und der herausgearbeiteten Luther-Rose in der Mitte trägt am oberen Rand die Inschrift „Ich bin getauft.“ Es wird von drei Rundsäulen getragen und erinnert damit an die Grundlegung der Taufe in der Trinität Gottes. Der Taufstein ist aus Vogesensandstein von Steinmetzmeister Müller in Wetter gearbeitet, nach einem gemeinsamen Entwurf von Architekt Himmelmann, Pfarrer Müller und Kirchenvorsteher Prätorius. Bei Taufen nimmt eine in die runde Aussparung gesetzte Silberschale das Taufwasser auf.
Der Altartisch ist aus Eichenholz gefertigt. Er wurde, wie die Altarbibel (Abschiedsgeschenk von Pfarrerin Räder) und das Altarkreuz (Beigabe in einem Care-Paket aus Amerika an Pfarrer Schallehn), aus dem Bestand der ehemaligen Kapelle übernommen.
Am 1. Oktober 2006 (Erntedank) wurde die Ter-Haseborg-Orgel eingeweiht.
Neben der sehr schönen Kirche verfügt die Lukasgemeinde über eine gute räumliche Ausstattung. Den oberen Gemeinderaum nutzen wir für den Konfirmandenunterricht, sowie für Lukastreff und Geburtstagskaffee. Außerdem probt hier der Kirchenchor und das Orchester. Weiterhin wird dieser Raum, der wie die Kirche barrierefrei zugänglich ist, gerne von Gastgruppen genutzt.
Der untere Gemeinderaum bietet mit Theke, kleinen Tischen und niedriger Bestuhlung eine sehr schöne Atmosphäre für Gesprächsgruppen, Vorträge, Podiumsdiskussionen und Talkshows. Hier finden die Vortragsabende und Filmvorführungen statt. Sonntag wird der Gottesdienst per Lautsprecher in diesen Raum übertragen. Auf einem Spielteppich können kleine Kinder spielen und Eltern trotzdem am Gottesdienst teilnehmen. Gerne wird dieser Raum auch für Geburtstagsfeiern u. ä. angemietet.
Evangelische
Lukasgemeinde